Immobilien Glossar


A-Blatt

Das A-Blatt des Grundbuchauszugs enthält die Daten zum Grundstück. Es wird auch Gutsbestandsblatt genannt. Es teilt sich in A1- und A2-Blatt. Im A1-Blatt sind alle zur Liegenschaft gehörige Grundstücke gelistet. Im A2-Blatt sind alle mit dem Eigentumsrecht verbundenen dinglichen Rechte, und alle Änderungen (Teilungen, Zusammenlegungen etc..) des Grundbuchkörpers festgehalten.

A-Meta Geschäfte

Unter einem A-Meta Geschäft versteht man die Vermittlung einer Immobilie durch einen Makler für einen Makler. D.h.: ein Makler hat einen Alleinvermittlungsauftrag und ein anderer Makler "bringt" den Käufer/Mieter. Die Maklerprovision wird in diesem Fall normalerweise zwischen den beiden Maklern aufgeteilt.

Anwesen

Ein Anwesen bezeichnet eine Liegenschaft (=Grundstück) und die darauf errichteten Gebäude.

Bauakt

Der Bauakt liegt auf der für das Grundstück zuständigen Baubehörde auf und beinhaltet die Bestandspläne sowie alle bei der Baubehörde eingereichten Urkunden (Ansuchen, Baupläne, etc...).

Baurecht

Bei einem Baurecht handelt es sich um einen zeitlich befristeten Vertrag (10-100 Jahre). Der Baurechtsgeber (Grundbesitzer) erhält einen regelmäßigen Bauzins und der Baurechtsnehmer das zeitlich befristete Eigentumsrecht am Bauwerk und das Nutzungsrecht am Grundstück.

B-Blatt

Im B-Blatt sind alle Miteigentümer der Liegenschaft inklusive der Größe Ihres Liegenschaftsanteils (als Bruchzahl) gelistet.

Begründung von Wohnungseigentum

Wohnungseigentum wird auf einer Liegenschaft begründet, wenn die Liegenschaft auf die einzelnen Wohnungseigentumsobjekte (Wohnungen, Kellerabteile, PKW-Abstellplätze und sonstige eigenständige Räumlichkeiten) durch ein Nutzwertgutachten anteilsmäßig aufgeteilt wird. Das Gutachten bestimmt welcher Anteil der Liegenschaft den jeweiligen Wohnungseigentumsobjekten zugeordnet ist.

Besichtigungstermin

Wird eine Immobilie vom Gericht versteigert, so ist ein Besichtigungstermin vorgesehen, bei welchem die Liegenschaft besichtigt werden kann. Dieser Besichtigungstermin wird in der Ediktsdatei veöffentlicht. Auch dritte (z.B. Mieter) müssen die Besichtigung dulden. Verschlossene Türen können ggf. geöffnet werden.

Betriebskosten

Die Betriebskosten sind jene Kosten die durch die Benutzung bzw. den Betrieb der Immobilie entstehen. Zu den Betriebskosten zählen u.a.: - Wasserkosten - Kanalgebühren - Grundsteuer - Rauchfangkehrer - Müllabfuhr - Schädlingsbekämpfung - Versicherungen - Verwaltungskosten - Hausreinigung

Bruttomiete

Die Bruttomiete ist jener Gesamtbetrag welchen der Mieter regelmäßig für die Nutzungsberechtigung des Mietobjekts zahlt. Die Bruttomiete setzt sich im wesentlich aus der Nettomiete, den Betriebskosten und den Steuern zusammen.

C-Blatt

Das C-Blatt enthält die mit der Liegenschaft verbundenen Belastungen wie z.B.: Pfandrechte, Servitute, Veräußerungsverbote etc...

Dienstbarkeit

Eine Dienstbarkeit oder ein Servitut bezeichnet ein im Grundbuch Verzeichnetes Nutzungsrecht der Liegenschaft durch dritte. Meistens handelt es sich um Dienstbarkeiten, welche das Begehen und Befahren betreffen, hier oft um eine andere Liegenschaft erreichen zu können.

Ediktsdatei

Alle Bekanntmachungen zu den Zwangsversteigerungen werden in der Ediktsdatei veröffentlicht. Zusätzlich kann das Gericht beantragen, dass das Edikt auch in Zeitungen veröffentlicht wird.

Einlage

Die Eintragungen im Grundbuch für jeden Grundbuchskörper werden Einlage genannt. Die Einlage besteht aus dem A-, dem B- und dem C-Blatt.

Einlagezahl

Die Einlagen im Grundbuch sind zur eindeutigen Bezeichnung mit einer so genannten Einlagezahl nummeriert.

Ertragswert

Der Ertragswert einer Immobilie errechnet sich aus den tatsächlichen oder angenommenen (geschätzten) erzielbaren Mieteinnahmen. z.B.: Eine Wohnung ist für € 500,- pro Monat (Netto Miete) vermietet. Pro Jahr ergibt sich also ein Ertrag von € 6.000,- Der Ertragswert entspricht nun jenem Betrag welcher bei Zugrundelegung einer bestimmten Verzinsung den selben Jahresertrag ergibt. Annahme: 5% Zinsen p.a. ergibt einen Ertragswert von € 120.000,-

Grundbuch

Im Grundbuch werden die Grundstücke, deren Besitzer und etwaige Rechte auf diese Grundstücke (begehen, befahren, Pfandrechte etc...) eingetragen. Das Grundbuch wird in Österreich von den Bezirksgerichten geführt.

Liegenschaft

Der Ausdruck Liegenschaft ist gleich bedeutend mit dem Beriff Grundstück, welcher ein zusammenhängendes Teil der Planetenoberfläche bezeichnet.

Miete

Die Miete ist jener Betrag welcher vom Nutzungsberechtigten (Mieter) an den Eigentümer einer Liegenschaft regelmäßig bezahlt wird. Die Zahlung der Miete ist mit dem Nutzungsrecht verbunden. Die maximale Höhe der Miete für Altbauten (vor 1956) sind in Österreich im Mietrechtsgesetz geregelt.

Miteigentum

Miteigentum bezeichnet den ungeteilten Mitbesitz an einer Liegenschaft. Zum beispiel erben 3 Kinder ein Einfamilienhaus. Jedes Kind hat nun ein Miteigentum von 1/3 der Liegenschaft, wobei jedem Kind jeder Teil der Liegenschaft jeweils zu 1/3 gehört. Also nicht ein Kind besitzt den Keller, ein Kind das Erdgeschoss und ein Kind das OG, sonder alle 3 besitzen Alles zu 1/3. Das Miteigentum entspricht dem schlichten Miteigentum.

Nutzwertgutachten

Mit einem Nutzwertgutachten wird den einzelnen Wohnungseigentumsobjekten einer Liegenschaft ein gewisser Anteil an der Liegenschaft zugeteilt. Das Nutzwertgutachten ist ein wesentlicher Bestandteil der Begründung von Wohnungseigentum.

schlichtes Miteigentum

Unter dem Begriff "schlichtes Miteigentum" versteht man das ungeteilte Miteigentum an einer Liegenschaft. Dieses unterscheidet sich wesentlich vom Wohnungseigentum bei welchem das Eigentumsrecht auf eine bestimmte Wohneinheit bezogen ist. Das schlichte Miteigentum entspricht dem Miteigentum

Servitut

Der Begriff Servitut entspricht dem Begriff der Dienstbarkeit welcher ein dingliches Nutzungsrecht an einer Liegenschaft bezeichnet (z.B.: Recht auf Begehen und Befahren etc...).

Superädifikat

Bei einem Superädifikat handelt es sich um ein Eigentumsrecht an einem Gebäude, welches jedoch kein Eigentumsrecht am zugehörigen Grundstück beinhaltet. Üblicher ist auch ein regelmäßiges Entgelt des Gebäudebesitzers an den Grundbesitzer.

Vadium

Als Vadium wird jene Sicherstellung bezeichnet, welche alle an einer Versteigerung teilnehmenden Personen, vor der Teilnahme, beim Gericht hinterlegen müssen. Das Vadium beträgt 10% des Schätzwerts und muss in Form eines Sparbuchs hinterlegt werden. Das Sparbuch kann auch durch ein Losungwort gesichert sein, bzw. auf eine Person lauten. Kann der Meistbietende das Vadium nicht legen, so ist eine Strafe von bis zu €10.000,- vorgesehen.

Vergleichswert

Das Vergleichswertverfahren (=Vergelichswert) bezeichnet eine From der Liegenschaftsbewertung. Der Wert der Liegenschaft wird durch Vergleich mit bekannten Preisen von ähnlichen Liegenschaften bestimmt. Zumeist wird eine Liste mit den Vergleichsimmobilien erstellt und dann der Mittelwert der erzielten Preise als Vergleichswert festgelegt.

Versteigerungstermin

Der Versteigerungstermin ist jener Tag an welchem die Versteigerung bei Gericht stattfindet. Gerichtliche Versteigerungen finden nicht auf der zu versteigernden Liegenschaft statt sonder im jeweiligen Gericht.

Wohnungseigentum

Das Wohnungseigentum unterscheidet sich vom Miteigentum an einer Liegenschaft dadurch, dass das Wohnungseigentum einem bestimmten Wohnungseigentumsobjekt zugeordnet ist wohingegen das Miteigentum einen Anteil an der gesamten Immobilie betrifft.

Wohnungseigentumsobjekt

Der Begriff Wohungseigentumsobjekt bezieht sich immer auf bestimmte Teile einer Liegenschaften auf der Wohnungseigentum begründet wurde. Folgende Teile einer solchen Liegenschaft können lt. Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ein Wonungseigentumsobjekt darstellen: - eine Wohnung - eine sonstige selbständige Räumlichkeit - ein markierter und als solcher gekennzeichneter Abstellplatz für ein KfZ

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